Geht es um den Investitionen in die Bahninfrastruktur wird häufig über Ausbauten von Hochgeschwindigkeitsstrecken zwischen den grossen Zentren diskutiert. Diese Projekte werden dann als «Leuchttürme» beworben und gefeiert. Im Tagesanzeiger ist dazu heute ein sehr intelligenter Kommentar erschienen:

Abseits von ICE, TGV oder ­Frecciarossa sind viele Bahnstrecken entweder  auf dem Niveau des 19. Jahrhunderts oder eingestellt. Pendler müssen das Auto benutzen, weil sie keine Alternative haben.
- Bernhard Odehnal für den Tagesanzeiger

Dabei wird sehr schön erklärt, dass eine bessere Qualität der Infrastruktur in der Breite, eine sinnvolle Vernetzung und Kombination von Angeboten und das ausschöpfen des Potentials der Nachtzüge vermutlich mehr Menschen etwas helfen, als das (enorm teure) streben nach Geschwindigkeitsrekorden auf Paradestrecken.

China darf kein Vorbild sein
Hochgeschwindigkeitszüge sind keine Lösung für europäische Verkehrsprobleme.

Gerade ein einheitliches Buchungssystem wäre höchste Zeit. In diesen Tagen bin ich mit dem Zug durch Deutschland nach Skandinavien gereist. Die Buchung war relativ kompliziert und die Grenzüberschreitenden Verbindungen eher mässig prächtig. Angekommen bin ich schlussendlich trotzdem. Einen Flug für die Strecke zu buchen, wäre aber sehr viel einfacher gewesen.